Sonnenstadt Lienz · Modellstadt für Schöner Leben

Ganz im Süden, am Sonnenhang der Alpen sozusagen, liegt Lienz, nah an der Grenze zu Italien. Kein Wunder also, dass hier nicht nur das „Dolce Vita“ gelebt wird sondern auch das Flair südländisch ist. Mit einer Zugabe allerdings, die von einzigartiger Schönheit ist – den Lienzer Dolomiten. Denn wo sonst sitzt man mitten in der Stadt unter Palmen, trinkt einen „echten“ Cappuccino mit Blick auf die Kulisse von imposanten, steil aufragenden Bergspitzen.
Zuweilen das Gefühl tief im Süden zu sein haben wir auch dann,
 wenn unzählige Italiener, mit der ihnen so typischen Lebendigkeit, die Innenstadt bevölkern. Längst haben sie den unvergleichlichen Charme von Lienz für sich entdeckt. Und da wir hier von jeher Gäste 
herzlich willkommen heißen, hat unsere Stadtführung bereits vor einigen Jahren eine Italienisch-Sprachinitiative für Handel und Gast
gewerbe ins Leben gerufen. Für eine reibungslose und gute „Völker-
verständigung“. Lienz ist dynamisch. Gepflegt. Grün. Traditionell und 
aufgeschlossen. Die spürbare Harmonie kommt aus der optimalen Mischung von Alt und Neu. Von Temperament und lebendiger Beschaulichkeit. Lebensfreude ist für uns Lienzer nicht Zufall sondern ein Gen. Und das Brauchtum wird gelebt. Es ist ganz normal, dass wir trendigste Jeans neben dem Dirndl im Schrank haben. Denn Eintönigkeit ist keine Eigenschaft unserer Stadt. Mit  dem „Modell Schöner Leben“ haben wir Lienzer alle zusammen einen  ganz besonderen Platz für unser Sein geschaffen und den Begriff „Lebensqualität“ auf ausgezeichnete Weise in die Tat umgesetzt. Einen Platz, in den wir „hineingewachsen“ sind. Fest verwurzelt und stolz darauf, hier zu leben. Wir treffen uns deshalb auch gern „im Stadtl“. Oft bei Musik und mit guten Freunden. Denn wo sonst als in diesem bezaubernden Ambiente können wir Feste schöner  feiern. Lassen Sie sich einfach durch unsere Stadt treiben. Vergessen Sie die Zeit. Lassen Sie Lienz „auf sich wirken“. Und Sie werden erstaunt sein, wie schön ein Stadtleben sein kann. Wir, die Lienzer.

Lienz in 2 Stunden …

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Ausgangspunkt ist der (1) Florianibrunnen am Hauptplatz von Lienz.

Die (2) Liebburg mit den 2 markanten Zwiebeltürmen wurde im 17. Jhdt. vom Freiherrn von Wolkenstein-Rodenegg als Residenzschloss errichtet. Nach zwei Bränden und vielen verschiedenen Bestimmungen dient sie seit dem 
vollendetem Umbau im Jahre 1988 der Stadt Lienz als glanzvolles Rathaus.

Am Ostende des Hauptplatzes befindet sich das (3) Antoniuskirchl aus dem 17. Jhdt. Es war einige Zeit Treffpunkt der griechisch-orthodoxen Gemeinde von Lienz. Das Äußere des Kirchleins wurde im Jahre 1976 von Bürgern der Stadt Lienz renoviert und bildet einen würdigen Abschluss des Lienzer Hauptplatzes.

Wir spazieren nach Nordwesten über die Kärntnerstraße zur (4) Spitals
kirche. Errichtet im 13. Jhdt. wurde sie später umgestaltet zum 
bedeutendsten Lienzer Barockbau. Zur Zeit bildet diese Kirche den herrlichen Rahmen für verschiedene Veranstaltungen.

Weiter geht es zur (5) Spitalsbrücke, die ihren Namen dem Gebäude auf der rechten Seite verdankt. Vor langer Zeit sind in diesem Haus die alten und 
gebrechlichen Bewohner der Stadt gepflegt worden. Heute beherbergt es 
ein Gymnasium.

Über die Brücke weiter, die Kärntnerstraße Richtung Osten entlang, ein 
kleiner Abstecher an den Stadtrand von Lienz zum „Siechenhaus“. 
Dort wurden einst Leute mit argen ansteckenden Krankheiten untergebracht. 
Im angrenzenden Obstgarten steht das (6) älteste bemalte Bildstöckl Tirols.

Die Kärntnerstraße, ein Stück zurück wandernd, zweigen wir in die Beda Weber-Gasse ab. Auf einem kleinen Platz steht die (7) St.-Michaels-Kirche. (Der Schlüssel kann für Besichtigungen in der Beda Weber-Gasse 9 aus
geliehen werden.) Die Kirche stammt aus dem 14. Jhdt., war die Begräbnisstätte der Herren von Graben, die angesehene Bürger der Stadt waren.

Die Beda Weber-Gasse weiter nach Westen, spazieren wir zur (8) Stadtpfarrkirche St. Andrä, der ältesten Kirche von Lienz. Sie wurde auf den Grundmauern eines frühchristlichen Sakralbaues im romanischen Stil 
errichtet und im 15. Jhdt. von den Görzern umgebaut. Die dreischiffige 
gotische Basilika schmückt ein barocker Hauptaltar. Die letzten Görzer Grafen fanden in zwei kunstvoll gestalteten Grabmälern ihre würdige Ruhestätte.

An der Nordseite der Kirche befindet sich das (9) Bezirkskriegerdenkmal. Es wurde 1925 von Clemens Holzmeister errichtet. Osttirols berühmter Maler Albin Egger-Lienz ist mit seinem vierteiligen Bilderzyklus in der Kriegergedächtniskapelle anfangs auf heftigen Widerstand gestoßen, was zur vorübergehenden Schließung der Kapelle geführt hat. Der Maler Albin Egger-Lienz ist dort auch begraben.

Über die Oberdrumer Straße erreichen wir etwas oberhalb von Lienz die (10) Tammerburg. Laut mündlicher Überlieferung führt von diesem stattlichen herrschaftlichen Gebäude ein unterirdischer Gang bis zum Schloss Bruck und in manchen Nächten soll die rätselhafte „Weiße Frau“ in der Burg 
spuken. Heute hat die Inform-Akademie Osttirol diesem Gebäude neues Leben eingehaucht und speziell in den Sommermonaten finden dort viele 
Veranstaltungen statt.

Unser Stadtrundgang führt uns zurück zur Stadtpfarrkirche und die Beda-Weber-Gasse weiter über die älteste Lienzer Brücke, die (11) Pfarrbrücke. Auf der rechten Seite erblicken wir nun das (12) Dominikanerinnenkloster, im Volksmund „Klösterle“ genannt. Im Jahre 1220 errichtet ist es das älteste 
Kloster von Lienz. Viele Jahrhunderte lang wurden dort Kinder von den geistlichen Schwestern schulisch betreut. Heute beherbergt das Kloster eine 
Schule für wirtschaftliche Frauenberufe.

Die (13) „Rieplerschmiede“ am Beginn der Schweizergasse stammt aus dem 16. Jhdt. und steht unter Denkmalschutz. Wöchentliche Schmiedevorführungen bringen Ihnen dieses alte Handwerk näher. Weiter geht es in die Schweizergasse zum (14) Denkmal des Tiroler Freiheitskampfes 1809 und dem (15) Vaterhaus von Albin Egger-Lienz. Am Ende der Schweizergasse
ist am Egger-Lienz-Platz ein Standbild des berühmten Malers zu sehen.

Ein paar Schritte nach Norden Richtung Iselfluss finden sich Reste der alten erweiterten (16) Stadtmauer und der Iselturm von wo aus man über die Brücke direkt zum (17) Schmetterlingsbrunnen im Iselpark gelangt.

In der Muchargasse finden wir (18) Franziskanerkirche und -kloster. Beide 
Gebäude wurden unter der Herrschaft der Görzer Grafen im 15. Jhdt. erbaut und waren in alter Zeit ein Ort der Zuflucht für alle, die sich verfolgt fühlten.
Das Kirchenschiff ist gotisch geprägt und schöne Fresken bereichern den 
Gesamteindruck. Der sehenswerte Hochaltar und das Mosaik über dem 
Eingang stammen vom Lienzer Bildhauer Prof. Jos Pirkner. Wir spazieren 
die Muchargasse weiter bis zum Johannesplatz. Dort befand sich einst 
die Johanneskirche, die nach einem Brand leider nicht mehr aufgebaut 
wurde. Heute steht dort die (19) Mariensäule.

Eine alte Handelsgasse, die sich jetzt im neuen Kleid zeigt, ist die Rosengasse. Sie führt uns direkt in die Messinggasse. Dort befand sich zur Zeit der Görzer Grafen das Messingwerk. Es war sozusagen das Industrieviertel der damaligen Stadt. Nach dem Stadtbrand von 1609 wurde es wieder aufgebaut und erlebte seine Blüte im 18. Jhdt.! Wöchentlich am Freitag nachmittag und Samstag vormittag werden hier am (20) „Stadtmarkt Lienz“ Köstlichkeiten aus der Region angeboten.

Am westlichen Ende von Lienz steht etwas oberhalb und unübersehbar (21) Schloss Bruck. Im 13. Jhdt. erbaut war es bis zum Tode des letzten Görzer Grafen im Jahr 1500 wirtschaftlicher, politischer und 
gesellschaftlicher Mittelpunkt. Im Inneren befindet sich eine sehenswerte 
Dauerausstellung bedeutender Osttiroler Maler wie Albin Egger-Lienz, Franz von Defregger, Hugo Engl, Karl Hofmann und Franz Walchegger. Eine volks
kundliche Sammlung und eine wunderbare mit Fresken geschmückte Kapelle 
vervollständigen das beeindruckende Innenleben von Schloss Bruck.

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Wir, die Lienzer!

Texte und Fotos von Profer & Partner, Lienz
(Quelle Dr. Meinrad Pizzinini)

erhältlich im Tourismusbüro Lienz

 

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